Kommentar: Fast unschuldige Opfer der Anti-Tabak-Lobby Drucken
Geschrieben von: thomas.jaeger   
Samstag, den 16. Dezember 2017 um 07:10 Uhr

altNoch immer werfen Politiker Zigarren und Zigaretten regulatorisch in den gleichen Topf. Der Zigarrengenuss wird dadurch aber teilweise unnötig eingeschränkt.

Eine Firma wie Oettinger Davidoff zu führen, könnte ja so angenehm sein. Die handgerollten Zigarren sind weltweit gefragt, wie das zweistellige Umsatzwachstum der letzten Jahre zeigt. Ernstzunehmende Konkurrenz gibt es kaum, denn richtig gross ist neben Davidoff nur Cohiba, das als kubanisches Staatsunternehmen mit eigenen Problemen kämpft. Nicht einmal ein schlechtes Gewissen muss man als Tabakverkäufer haben, denn weder bringen Zigarren Kettenraucher hervor, noch ziehen sie Jugendliche an. Davidoff ist schon froh, das Durchschnittsalter seiner Kundschaft von über 50 Jahren auf knapp unter 40 gedrückt zu haben.


Genau da liegt jedoch das Problem: Die Politik hat nämlich noch nicht realisiert, dass zwischen Zigaretten und Zigarren ein grosser Unterschied besteht, und wirft die beiden Produkte regulatorisch meist in den gleichen Topf. 2016 war deshalb für Davidoff trotz guten Zahlen alles andere als ein Spaziergang. Schon die Verpackungsvorschriften der neuen EU-Tabakrichtlinie brachten beträchtliche Zusatzkosten. Absolut einschneidend ist jedoch laut Davidoff-CEO Hans-Kristian Hoejsgaard die neue Verordnung der US-Bundesbehörde für Lebens- und Arzneimittelsicherheit (FDA), die im August in Kraft trat. Sie verlangt eine Zulassung für alle Produkte, die seit 2007 auf den Markt gebracht wurden, und eine Vorabzulassung für neue Produkte, die ab dem 8. August 2016 eingeführt werden. Für Davidoff heisst das, dass vorläufig überhaupt keine neuen Produkte mehr lanciert werden, zumal noch völlig unklar ist, was die FDA überhaupt verlangt. Obergrenzen beim Nikotingehalt, wie sie bei Zigaretten vorstellbar wären, sind laut Hoejsgaard bei handgerollten Zigarren jedenfalls schlicht nicht möglich, da jede Zigarre aus nur wenigen Blättern besteht und deren Nikotingehalt stark schwankt. Bis das der Regulator jedoch begreift, werden viele kleine Anbieter eingegangen sein. Und die Grossen vergeuden ihr Geld mit Bürokratie.



Über AdriaMediaGroup:

Seit 1999 bilden Online-Magazine das Fundament unseres Unternehmens. Dank unser regelmäßigen Markt- und Zielgruppenanalysen kennen wir unsere Leserinnen und Leser sehr gut und wissen genau, was diese von unseren Magazinen erwarten. Mit renommierten Nachrichtenagenturen wie dpa und AFP ergänzen wir die uns zur Verfügung stehenden Informationsquellen aus Politik und Wirtschaft. Stetig entwickeln wir unsere Magazine weiter und kreieren immer wieder neue Online-Magazine, die speziell auf das entsprechende Marktumfeld angepasst sind. Ob das kleine Nischenmagazin, ein Wirtschaftsjournal im Internet oder ein Tageszeitung im Internet. Mit über 45 Millionen Seitenaufrufen pro Monat (quelle: PIWIK September 2016), zeigt sich dass unsere aktuellen Magazine vom Publikum sehr gut angenommen werden. In den 17 Jahren unserer verlegerischen Tätigkeit mussten wir uns bis heute weder einem Abmahnverfahren stellen noch jemals einen Widerruf veröffentlichen. Entgegen anderer Verlage basiert unsere Berichterstattung auf seriöser Recherche und reinen Fakten. Wir sehen in grundsolider Berichterstattung auch heute noch die Zukunft unserer Arbeit.

Die AdriaMediaGroup ist seit 1999 auf dem internationalen Markt tätig. Derzeit publiziert die ADMG auf dem deutschsprachigen Markt über 80 Online-Magazinen aus unterschiedlichsten Themenbereichen. Alle Zeitschriften werden von unserem eigenem Redaktionsteam regelmässig aktualisiert.